In den Zahlungsbedingungen werden alle inhaltlichen und formellen Modalitäten zur Bezahlung einer Rechnung für Dienstleistungen oder einer Ware festgelegt. Die schriftliche Fixierung der Zahlungsbedingungen ist ein essenzieller Bestandteil eines Kaufvertrags. Je nach Marktmacht werden die Zahlungsbedingungen entweder durch den Verkäufer und/ oder durch den Kunden festgelegt. Aspekte, welche in den Zahlungsbedingungen verbindlich geregelt sind, sind der Zeitpunkt der Zahlung, die Verteilung der Kosten auf Käufer und Händler, sowie auch die Art und Weise der Zahlung. Auch zusätzliche Inhalte können in den Zahlungsbedingungen festgehalten werden. Die Gewährung eines Skontos bei frühzeitiger Bezahlung, die Wertstellung, oder auch Valuta, sowie die Gewährung eines Bonus bei fristgerechter Bezahlung werden im Vorfeld in den Zahlungsbedingungen fixiert. Die Gestaltung der Zahlungsbedingungen haben häufig einen starken Einfluss auf die Kaufentscheidung des potentiellen Kunden.

Zahlungsfristen von Kaufverträgen

Die Zahlungsbedingungen regeln außerdem alle Zahlungsfristen, welche im Rahmen des Kaufvertrags vereinbart wurden. Als Beispiele für die Zahlungsfristen sind die Skontobezugsspanne, Skontofrist, Zielfrist, Verzugsfrist und Umschlagdauer zu nennen. Durch die Komplexität der Zahlungsbedingungen hat sich ein eigenes System von Abkürzung für die Bezeichnung bestimmter Zahlungsmodalitäten entwickelt. Zu den bekanntesten Zahlungsbedingungen gehören unter anderem c.b.d., also cash before delivery, im Deutschen auch als Vorauszahlung bezeichnet. Die Abkürzung M/P steht für month after payment und bezeichnet eine Zahlung, welche erst im Monat nach dem Vertragsabschluss erfolgt.