Die Widerrufsbelehrung ist eine informierende Belehrung über das Widerrufsrecht eines Käufers bei einer bestimmten Art von Verbraucherverträgen. In der Widerrufsbelehrung ist rechtlich bindend geregelt, unter welchen Umständen ein Vertragspartner vom Kaufvertrag zurücktreten kann. Das Widerrufsrecht eines Verbrauchers beim Vertragsabschluss mit einem Unternehmen beruht auf §355 des BGB. Das Erfolgen einer Widerrufsbelehrung setzt dabei den Beginn einer auf zwei Wochen begrenzten Frist, innerhalb derer der Kunde sein Einverständnis mit dem Kaufvertrag widerrufen kann. Unternimmt der Unternehmen keine Widerrufsbelehrung, kann der Vertragspartner jederzeit auch nach Überschreitung der zweiwöchigen Frist und ohne die Angabe von Gründen vom Kaufvertrag zurücktreten.

Formelle und inhaltliche Standards der Widerrufsbelehrung

Eine Widerrufsbelehrung muss bestimmten formellen und inhaltlichen Standards entsprechen. Diese variieren je nach Land des Vertragsabschlusses. Eine der allgemeinen rechtlichen Bestimmungen bezüglich einer Widerrufsbelehrung sieht vor, dass die Belehrung dem Vertragspartner schriftlich zugesendet werden muss. Die bloße Darstellung auf der Website eines Anbieters genügt nicht. Inhaltlich muss aus der Widerrufsbelehrung hervorgehen, dass ein allgemeines Widerrufsrecht besteht und dass es keinerlei Begründung für den Vertragsrücktritt bedarf. Ein weiteres Element der Widerrufsbelehrung ist die Nennung des Namens des Unternehmens und dessen postalischer Anschrift. Des weiteren muss der Vertragspartner innerhalb der Widerrufsbelehrung über Dauer und Beginn der Frist informiert werden. Der Zugang einer Widerrufsbelehrung in Textform ist auch bei einem online abgeschlossenen Handel rechtlich verpflichtend. Findet dieser nicht statt, kann auch hier der Kunde jederzeit und ohne die Angabe von Gründen vom Kauf zurücktreten.