Ein Vertrag wird allgemeinhin als schriftliche oder mündliche Fixierung gegenseitiger Verpflichtungen zwischen zwei oder mehreren Vertragsparteien im beidseitigen Einverständnis definiert. Der Abschluss eines Vertrags wird durch das beidseitige, rechtlich verbindliche Einverständnis aller Parteien erwirkt. Dieser Vorgang wird als Vertragsabschluss bezeichnet. Im Online-Handel unterscheidet sich der Vertragsabschluss von einem Abschluss eines Vertrags im Offline-Bereich. Im E-Commerce abgeschlossene Vertrage gewinnen mehr und mehr an Bedeutung. Hinsichtlich der technischen Möglichkeiten und Gegebenheiten um einen rechtlich bindenden Vertragsabschluss zu erwirken, unterscheiden sich Online- und Offline-Handel massiv. Ein weiterer Unterschied ist ebenfalls durch speziell für den Online- Handel definierte rechtliche Rahmenbedingungen begründet.

Voraussetzung für einen Vertragsabschluss

Um einen Vertragsabschluss zu erwirken, ist die Hauptvoraussetzung das Vorliegen und die verbindliche Annahme eines Angebots. Die bloße Darstellung zu erwerbender Produkte im Netz stellt dabei noch kein Angebot, sondern lediglich eine Einladung zur Abgabe eines Angebots durch den Verkäufer dar. Die Willenserklärung des Kundens erfolgt durch das Ausfüllen von Bestellformularen auf der Homepage des Anbieters oder durch das Versenden einer E- Mail mit gleichem Inhalt. Erhält der Händler das Angebot in dieser Form, muss er es in einem nächsten Schritt bestätigen. Dies kann im einfachsten Fall über eine automatisch generierte Willenserklärung erfolgen. Ist diese Erklärung erfolgt, ist der Vertrag abgeschlossen und beide Parteien sind zur Erfüllung der festgelegten Konditionen verpflichtet.