Als Verbraucherschutz, auch als Konsumentenschutz bezeichnet, definiert man allgemeinhin alle Bemühungen und Bestrebungen, die den Schutz der Menschen in ihrer Rolle als Verbraucher oder Konsument von Dienstleistungen oder Gütern zum Ziel haben. Die Notwendigkeit des Schutzes von Verbrauchern wird durch die strukturelle Unterlegenheit der Konsumenten im Gegensatz zu Händlern und Dienstleistern gerechtfertigt. Konkret bedeutet das, dass die Verbraucher in Folge von geringeren Fachkenntnissen, Informationen und Ressourcen ihren Vertragspartnern unterlegen sind. Zur Umsetzung und Konkretisierung des Verbraucherschutzes wurde in Deutschland 1953 unter anderem die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände, kurz AgV, gegründet. Hier werden alle Angelegenheiten der Verbraucherpolitik zentriert und geregelt. Allgemein sind die Träger des Verbraucherschutzes entweder staatliche Institutionen, private Vereine oder Verbrauchermedien.

Verbraucherschutz in der Werbung

Das Leitbild des schutzbedürftigen Verbrauchers liegt nicht nur in der Unterlegenheit durch einen Mangel an Fachkenntnissen, Informationen und Ressourcen begründet, sondern auch in der strukturellen Unterlegenheit hinsichtlich psychologischer Manipulierbarkeit durch Werbung aufgrund von einer zu geringen oder zu großen Menge an Informationen, welche den Konsumenten überfordern können. Thematisch umfasst der Verbraucherschutz hauptsächlich Aspekte und Richtlinien hinsichtlich der Verbraucherbildung, zum Verbraucherdatenschutz, zum Verbrauchervertrag und zum Anlegerschutz. Trotz verstärktem Aufbau des Verbraucherschutzes steht der Mangel an Durchsetzung des Verbraucherschutzes stark in der Kritik. Insbesondere, wenn dem Konsumenten lediglich ein kleiner finanzieller Schaden entstanden ist, lohnt sich die Einleitung rechtlicher Schritte gegen den Vertragspartner nicht und der Verstoß bleibt häufig ungeahndet.