Als Umtauschrecht wird das Recht eines Kundens auf die freiwillige Rückabwicklung des Kaufs eines nicht mängelbehafteten Gegenstands bezeichnet. Ein generelles Recht auf den Umtausch eines einmal erworbenen Produkts gibt es in Deutschland nicht. Grundsätzlich ist sowohl der Händler, als auch der Kunde an den gültigen Kaufvertrag gebunden. Trotz des Ausbleibens einer Verpflichtung des Händlers zum Umtausch bieten die meisten Versand- und Kaufhäuser eine Möglichkeit zur Rückgabe erworbener Waren an. Die Bedingungen, unter denen ein Umtausch erfolgen kann, legt der Händler selbst fest. Der Umtausch erworbener Produkte kann nach mehreren Regeln erfolgen. Eine Möglichkeit ist der Umtausch gegen Geld, also eine Rückabwicklung des Kaufprozesses. Der Kunde sendet das erworbene Produkt an den Händler zurück und dieser erstattet das bereits entrichtete Entgelt. Meist muss dabei eine bestimmte Frist, auch als Rückgabefrist bekannt, einzuhalten. In den meisten Online- Versandhäusern beträgt diese Frist 14 Tage.

Umtausch mit Warengutschein

Eine für den Kunden weniger komfortable Lösung zum Umtausch ist der Umtausch der Ware gegen einen Warengutschein im selben Wert. Diese Methode garantiert dem Verkäufer, dass der Kunde die Investition, die der Kunde getätigt hat, nicht rückwirkend bei einem anderen Händler tätigt. Der Kunde wird somit an den Verkäufer gebunden. Die wohl unkomfortabelste Lösung des Umtauschrechts ist der Umtausch gegen ein gleichwertiges Produkt. Der Händler bietet dabei an, das Produkt zurückzusenden und ein gleichwertiges Produkt in einer anderen Farbe oder mit anderen Details zu erwerben.