Unter dem Begriff Micropayment fasst man weitestgehend geringe Summen im Zahlungsverkehr digitaler Güter zusammen. Im Bereich des E-Commerce ist das Micropayment weit verbreitet. Hier fallen für geringwertige Güter oder Dienstleistungen Kleinstbeträge an, welche den Begriff des Micropayments prägen. Die Verpflichtung zur Zahlung von Kleinstbeträgen, also das Vornehmen von Micropayments, entstehen häufig aus dem Erwerb des Zugriffsrechts auf Zeitungsartikel, Musikstücke, Software oder andere digitale Güter. Insbesondere im elektronischen Handel wird durch das Aufkommen von Micropayments ein neues Geschäftsfeld erschlossen und genutzt. Aufgrund der sehr geringen Kosten für die meisten digitalen Güter, sowohl im Bereich der Distribution als auch im Erwerb lässt sich hier für den Händler ein großes finanzielles Potential ausschöpfen.

Begriffsdefinition Micropayment

Der Begriff des Mircropayments ist weder klar definiert, noch geschützt. In der Allgemeinheit werden Zahlungsvorgänge im Bereich von Cent-Bruchteilen bis zu fünf Euro als Mircopayments bezeichnet. Alle darüber liegenden Beträge bezeichnet man als Macropayments. Den untersten Bereich im Micropayment bezeichnet man auch als Millipayment oder Nanopayment. Hier werden lediglich Cent- Bruchteile abgerechnet. Diese Kosten fallen beispielsweise bei Echtzeit- Börsenkursen, Musikdownloads oder dem Zugriff auf Online-Spiele an. Durch die geringwertigen Güter entsteht eine Problematik hinsichtlich der Zahlungsmethoden. Weder Lastschrift-, noch Kreditkartenzahlung sind für die Abwicklung solcher Kleinstzahlungen geeignet. Häufig weichen die Anbieter deshalb auf Maßnahmen zur Produktbündelung aus. Mit diesem Schritt verlassen sie jedoch den Bereich des Micropayments.