Die rechtliche Definition eines Kaufvertrags unterscheidet sich je nach den gesetzlichen Gegebenheiten des Landes. In Deutschland ist ein Kaufvertrag ein ein im Schuldrecht gesetzlich normierter Vertragstyp. Inhalt des Vertrags sind zwei gegenseitig aufeinander bezogene, inhaltlich korrespondierende Willenserklärungen. Diese Erklärungen werden umgangssprachlich als Angebot und als Annahme bezeichnet. Der Vertrag involviert zwei Parteien, den Käufer und den Verkäufer. Der Verkäufer macht dabei das Angebot, der Käufer vollzieht die Annahme. Durch den Vertrag verpflichtet sich der Verkäufer zur Übereignung der verkauften Ware oder zur Bereitstellung der erworbenen Dienstleistung. Der Käufer verpflichtet sich im Umkehrschluss dazu, die bereitgestellte Ware oder Dienstleistung anzunehmen und für diese eine vorher festgelegte Summe zu bezahlen. Kaufvertrage sind vielseitig, so können sie beispielsweise Rücktrittsklauseln beinhalten.

Kaufvertrag im E-Commerce

Insbesondere im E-Commerce musste das Konzept des Kaufvertrags neu durchdacht werden. Ab wann ein Kaufvertrag im Online- Handel als rechtlich bindend gilt, obliegt dem jeweiligen Land, in dem der Vertrag abgeschlossen wird. Insbesondere die Identitäten und Zuverlässigkeit von Käufer und Verkäufer stellen die Rahmenbedingungen eines Kaufvertrags im eCommerce vor besondere Herausforderungen. Die Identitäten sind hier aufgrund der größeren Anonymität des Internets nur bedingt nachweisbar, anders als bei einem Kauf, der in der realen Welt vollzogen wird. Selbstverständlich ist aber auch ein online abgeschlossener Kaufvertrag rechtlich für beide Parteien bindend.