Das Fernabsatzgesetz bezeichnet einen bestimmten Bereich im deutschen Fernabsatzrechts. Es regelt alle Vorschriften zum Verbraucher- und Händlerschutz bei Fernabsatzverträgen. Im Rahmen der Schuldrechtsmodernisierung wurde das Fernabsatzgesetz bereits ins BGB integriert.
Das Fernabsatzgesetz findet Anwendung in allen Bereichen, in denen über ein zusätzliches Medium und nicht unmittelbar zwischen Verkäufer und Käufer ein Handel abgeschlossen wird. Zu diesen Medien zählen beispielsweise Telefon, Internet und diverse andere Fernkommunikationsmittel. In dem Gesetz sind beispielsweise die Informationspflichten von Käufern und Verkäufern, das Widerrufs- und Rückgaberecht und Richtlinien zur Schuldrechtmodernisierung geregelt.

Informationspflichten für Online-Händler

Das Element der Informationspflichten verpflichtet einen Unternehmer dazu, bei dem Einsatz von Fernkommunikationsmitteln dem Käufer bestimmte Informationen zur Verfügung zu stellen. So muss dem Kunden beispielsweise eine präzise Identität und die Anschrift des Händlers zur Verfügung gestellt werden. Der Käufer muss außerdem über die prägnanten Merkmale des offerierten Produkts oder der Dienstleistung unterrichtet werden. Auch die Informationen zu Widerrufs- oder Rückgaberecht allen unter die Informationspflichten des Händlers. Das Widerrufsrecht regelt im Rahmen des Fernabsatzgesetzes die Pflicht der Verkäufer, den Käufern eine Möglichkeit zum Widerruf Ihrer Kaufentscheidung einzuräumen. Der Kunde hat in einem zeitlichen Rahmen von zwei Wochen die Möglichkeit, vom Kaufvertrag zurückzutreten.  Die Schuldrechtsmodernisierung übernimmt heute die Rolle des Fernabsatzgesetzes. Das Fernabsatzgesetz wurde zwar von der Schuldrechtsmodernisierung übernommen und aufgehoben, jedoch wurde ein Großteil des Fernabsatzgesetzes wortwörtlich in die Schuldrechtmodernisierung übernommen.