Ein Händler auf Amazon kann sich zwischen zwei Modellen zu Lagerung und Versand seiner Produkte entscheiden. Wählt er FBA (Fulfilment by Amazon), stellt Amazon gegen eine Gebühr europaweit Lagerräume, Logistik, Versand und Kundenservice für die Kunden des Händlers zur Verfügung. Entscheidet sich ein Verkäufer jedoch für das Modell FBM, Fulfilment by Merchant, übernimmt er selbst ohne die Unterstützung von Amazon die Verantwortung über Versand, Kundenservice und Lagerung. Aus beiden Modellen FBM und FBA ergeben sich zahlreiche Vorteile für den Händler. FBA eignet sich grundsätzlich besser für Verkäufer mit hohem Absatzvolumen, da diese von den Skaleneffekten einer großen Verkaufsmenge profitieren.

Für welchen Händler eignet sich FBM?

FBM empfiehlt sich eher für Verkäufer von Unikaten, Maßanfertigungen und Nischenprodukten. Der Verkäufer von Produkten mit diesem Charakter behält eine größere Kontrolle über die lokale Lagerung seiner Produkte. Außerdem sind die Margen beim Verkauf aufgrund der Ersparnis der Gebühr für FBA für den Händler natürlich größer. Im Gegenzug dazu kann der Händler, der alle Schritte ab dem Onlinekauf selbst übernimmt, nicht von den ausgeprägten Logistikressourcen Amazons profitieren. Außerdem werden seine Produkte im Gegensatz zum FBA- Modell immer hinter den amazoneigenen Produkten gezeigt. Die Sichtbarkeit für potentielle Kunden ist also eingeschränkt. Ist man Händler von Nischenprodukten oder Einzelanfertigungen ist jedoch eine geringere Konkurrenz durch andere Händler im Onlinewarenhaus zu erwarten. Bietet Amazon selbst ein gleichwertiges Produkt nicht an, entstehen dem Händler keinerlei Nachteile.