Die Endpreisangabe im Online-Handel ist eine Pflicht, welche durch den Bundesgerichtshof festgelegt wurde. Der Betreiber einer jeden Online- Plattform, auf der Handel betrieben wird ist dazu veranlasst und verpflichtet, einen Endpreis für die potentiellen Käufer seiner Produkte oder Dienstleistungen anzugeben. Dieser Endpreis ist verbindlich und kann nicht im Nachhinein korrigiert werden. Hierbei kommt die Vorschrift zur Preisangabenverordnung zur Anwendung. Die Endpreisangabe umfasst diverse Kostenpunkte, welche mit dem Endpreis verrechnet und öffentlich zugänglich gemacht werden müssen. Je nach verkaufter Dienstleistung oder Produkt variiert die Gestaltung des Endpreises. Bei Anbietern von mietbaren Ferienwohnungen muss beispielsweise die Reinigungspauschale am Ende des Aufenthaltes bereits im angegebenen Endpreis inkludiert sein.

Endpreis dient dem Käuferschutz

In den meisten Fällen muss auch die Umsatzsteuer direkt mit dem Endpreis verrechnet werden. Dies dient dem Käuferschutz. Es wird somit vermieden, dass ein Käufer zu einem vermeintlichen Endpreis ein Produkt erwirbt und im Nachhinein zur Zahlung von Mehrkosten, wie beispielsweise der Umsatzsteuer, verpflichtet wird. Ein Käufer kann so bereits vor Kaufabschluss transparent erkennen, zur Zahlung welcher Kosten er mit dem Kauf eines Produktes oder der Nutzung einer Dienstleistung verpflichtet. Insbesondere betrifft die Regelung zur Endpreisangabe bei Onlineshops auch die Auszeichnung und Auflistung aller anfallenden Versandkosten. Diese können vom Händler gesondert aufgeführt werden, müssen aber in jedem Fall im Endpreis inkludiert sein.