Der Begriff des Drop Shippings, auch als sogenanntes Streckengeschäft bezeichnet, beschreibt in der Logistik eine besondere Geschäftsform des Handels. Grundlegend bei dieser Geschäftsform ist es, dass ein Händler Ware von einem Lieferanten oder direkt vom Produzenten erwirbt und mit dieser Ware Handel betreibt. Verkauft der Händler die Ware an Kunden, erfolgt die Lieferung der Ware direkt durch den Lieferanten oder den Produzenten (ähnlich wie beim Amazon FBA Programm). Der Händler hat dabei keinerlei physischen Kontakt zur Ware, die er verkauft. Die Vorteile für den Händler sind eine Marge und die Einsparung von Lager- und Versandkosten. Für den Endkunden gestaltet sich so die Kaufabwicklung unkomplizierter und transparenter. Er hat für eine bestimmte Sparte von Produkten nur einen Ansprechpartner, nämlich den Händler, über den er die Ware bestellt. Der Händler fungiert beim Drop Shipping als eine Art Kommunikationsmedium oder Vermittler. Er gibt die Bestellungen an den Hersteller weiter, erzielt eine Provision oder eine geringe Marge und hat lediglich einen minimalen finanziellen Aufwand. Im Bereich des E- Commerce funktioniert das Modell auf die gleiche Weise. Ein Kunde bestellt beim Händler, also beim Betreiber eines Online- Shops, der Betreiber leitet die Bestellung an seinen Großhändler als Partner weiter und dieser wickelt den Transport der Ware zum Endkunden selbstständig ab. Die Bezahlung der gekauften Produkte erfolgt durch den Endkunden direkt beim Händler. Dieser rechnet im Nachhinein mit dem tatsächlichen Lieferanten ab.