Das Modell des Digital Visitor and Resident stellt ein Modell zur Verfügung, mit dem die Gewohnheiten und Vorliebe der Nutzer technischer Angebote dargestellt werden können. Innerhalb des Modells wird zwischen Visitors und Residents unterschieden. Besucher, die als Visitor gezählt werden, haben während ihres Besuchs auf einer Website ein klar definiertes Ziel oder ein spezifisches Vorhaben. Je nach ihren Absichten wählen die Visitors Online-Tools aus, welche sie bei der Umsetzung ihres Ziels am besten unterstützen können. Besucher, welche beispielsweise die nächstgelegene Bibliothek suchen, nutzen als Tool häufig ein mobiles Endgerät wie ein Smartphone. Haben die Digital Visitors die gesuchte Information erhalten, also online ihr Ziel erreicht, machen sich nun die Erfüllung ihrer Offline-Aufgabe zum Ziel. Bei diesem Beispiel ist das Ziel das Auffinden der Bibliothek. Nutzer, welche als digital Visitors gezählt werden, hinterlassen online weniger digitale Spuren als Nutzer, welche zu den Residents zählen. Die Residents sind per Definition hauptsächlich deshalb online, um sich mit anderen Menschen im Internet zu verbinden. Diesbezüglich geschieht ein Großteil der Interaktion innerhalb der sozialen Medien wie Facebook, Twitter und co. Residents haben einen leichteren Zugang zu sozialen Interaktionen als digital Visitors. Im Normalfall lassen sich durchschnittliche Nutzer des Internets kaum klar einer Gruppe zuordnen.