Das sogenannte Chargeback-Verfahren ist ein Verfahren zur Rückbuchung eines Betrags bei irrtümlichen oder falschen Kreditkartenbelastungen. Der Besitzer der Kreditkarte kann im Chargeback-Verfahren eine Buchung der Kreditkarte stornieren. Der stornierte Betrag wird daraufhin unmittelbar seinem Konto gutgeschrieben. Die Möglichkeit zur Rückbuchung ist an eine bestimmte, von dem Kreditinstitut festgelegte, Frist gebunden. Innerhalb dieser Frist hat der Kunde die Möglichkeit, seine Kreditkartenabrechnung auf Fehler zu prüfen und gegebenenfalls das Chargeback-Verfahren zu nutzen. Somit soll sichergestellt werden, dass eine missbräuchliche Verwendung der Karte nicht der Inhaber zu seinem finanziellen Nachteil belastet wird. Die Gebühren, die durch das Chargeback, also durch die Rückbuchung, entstehen, fallen zu Lasten des Händlers. Das Verfahren dient also zum Schutz des Inhabers der Karte vor Missbrauch.

Missbrauch des Chargeback-Verfahrens

Nach der Rückbuchung setzt sich das Kreditinstitut mit dem Empfänger des Betrags in Verbindung. Ziel ist eine Überprüfung der Rechtmäßigkeit der Abbuchung. Die dadurch entstehenden Kosten trägt abermals der Empfänger der Zahlung. Bei Missbrauch des Chargeback-Verfahrens hat das Kreditinstitut in schweren Fällen die Möglichkeit, seinem Kunden die Karte zu entziehen und das Vertragsverhältnis aufzulösen. Bei Missbrauch des Chargeback-Verfahrens entstehen insbesondere im Online-Handel erhebliche Kosten für den Händler. Nicht nur die Rückbuchung des ihm zustehenden Betrags, sondern auch die Gebühren für das Verfahren führen zu einer finanziellen Belastung des Händlers.