Einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren von Amazon sind die Kundenbewertungen, auch Rezensionen genannt. Wenn man einmal Käufer und Kunden des Marktplatzes fragt, warum sie bei Amazon einkaufen, hört man neben dem Preis und der Auswahl auch immer wieder weil dort andere Käufer das Produkt schon bewertet haben. Nicht selten startet genau auch deswegen eine Produktsuche immer seltener bei Google, sondern eher bei Amazon. Die meisten Produkte wurden bereits mehrfach von unterschiedlichen Käufern bewertet und man kann bereits vor einer Bestellung abschätzen, ob sich ein Kauf lohnt oder nicht. Jedoch sind nicht alle Kundenbewertungen auf Amazon hilfreich oder ehrlich abgegeben. Folgende Hinweise sollten Amazon-Händler und Käufer gleichermaßen beachten:

So erkennt man Fake-Bewertungen auf Amazon

  1. Zu viele positive Bewertungen

Eben weil Rezensionen auf Amazon einen so großen Einfluss auf eine Bestellung haben gibt es nicht wenige Händler, die ihre Kundenbewertungen faken entweder um negative Rezensionen auszugleichen und/oder um einfach schnell noch mehr Bewertungen einzusammeln und das Produkt dabei begehrter wirken zu lassen. Wenn man jedoch ausschließlich 5-Sterne-Bewertungen für ein Produkt vorfindet, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass hier künstlich nachgeholfen wurde. Kaum ein Produkt gefällt wirklich allen Käufern. Daher ist es normal, wenn ein Bewertungsprofil auch einige durchschnittliche (3 Sterne) und einige schlechte Kundenbewertungen (1 und 2 Sterne) aufweist.

  1. Unnatürlicher Schreibstil

Da Rezensionen User generated Content sind und deren Inhalt auch durchaus von Google indexiert werden kann, findet man bei einigen Kundenbewertungen überdurchschnittlich oft den Produktnamen, bzw. eine semantische Abweichung davon vor. Auf diese Weise wird die Keyword-Dichte des Inhalts erhöht, womit versucht wird, die Relevanz des Contents für Google künstlich aufzuwerten. Wenn nun jemand z.B. nach Kaffeemaschine XYZ Erfahrung bei Google sucht und dies häufiger in einer Kundenbewertung auf Amazon vorkommt, so ist es durchaus wahrscheinlich, dass Google diese Seite in den Suchergebnissen weit oben platziert. Eine natürliche Bewertung würde niemals mit Keyword-Wiederholungen vollgestopft sein.

  1. Anonymes Profil des Rezensenten

Einige Dienstleister, Agenturen oder Händler generieren auf Amazon künstliche Nutzerprofile mit unechten persönlichen Daten, um möglichst viele unterschiedliche eigene Accounts für Rezensionen zu besitzen. Diese werden dann eingesetzt, um schnell viele Bewertungen abgeben zu können. Rezensenten, die nur wenige Bewertung (dafür aber überschwänglich positive) abgegeben haben, nur einen bestimmten Händler bewerten oder generell kaum persönliche Informationen in ihren Profilen enthalten sollte man mit Vorsicht genießen. Top-Rezensenten auf Amazon haben oftmals ein Profil mit einer langen Historie (viele unterschiedliche Bewertungen über einige Jahre) und zeigen neben persönliche Infos zu ihrer Person auch ein Foto an.

Wie schlimm sind negative Rezensionen wirklich?

Jeder Händler freut sich über ein positives Kundenfeedback und viele denken fälschlicherweise, dass negative Amazon-Bewertungen automatisch schlecht