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Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Was müssen Amazon-Händler wissen?

Überall hört man nur eins: Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) tritt ab dem 25. Mai 2018 in Kraft. Doch was steckt dahinter? Wir erklären Dir kurz und verständlich, was sich für Dich als Amazon-Händler künftig ändert und was Du im Hinblick auf die DSGVO beachten musst.             

Hierzu haben wir Jan Schlepper, Rechtsanwalt bei der Rickert Rechtsanwaltsgesellschaft mbH in Bonn, für u.a. die Schwerpunkte E-Commerce & Datenschutzrecht, befragt und einige aufschlussreiche und spannende Antworten erhalten.

ShopDoc: Hallo Jan! Die kommende neue Datenschutz-Grundverordnung sorgt derzeit für reichlich Chaos. Kannst Du für diejenigen, die sich bisher damit noch gar nicht mit der DSGVO beschäftigt haben, kurz zusammenfassen, was die DSGVO eigentlich ist?

Jan Schlepper: Die Datenschutz-Grundverordnung ist eine Verordnung der Europäischen Union zur Sicherstellung des Schutzes personenbezogener Daten innerhalb der EU und zur Gewährleistung des freien Datenverkehrs innerhalb des Europäischen Binnenmarktes. Die Verordnung bedarf keines Umsetzungsgesetzes, sondern gilt unmittelbar ab dem 25. Mai 2018 in den Mitgliedsstaaten.

ShopDoc: Inwiefern ist man als Amazon-Händler von der DSGVO betroffen?

Jan Schlepper: Nach Art. 4 Nr. 1, 2, 7 DSGVO unterfällt jeder der DSGVO, der regelmäßig personenbezogene Daten von in der EU befindlichen Personen verarbeitet.

Kommt es zu einem Vertragsschluss eines Amazon-Händlers mit einem Kunden, so kommt sowohl Amazon als auch der Amazon-Händler mit den personenbezogenen Daten des Kunden in Berührung. Somit sind auch die Amazon-Händler zur Einhaltung der DSGVO verpflichtet.

Wann konkret eine Datenverarbeitung vorliegt, bestimmt Art. 4 Nr. 2 DSGVO: unter den Begriff der Datenverarbeitung fallen beispielsweise die Erhebung, Erfassung, Organisation,