Amazon SEO gleich Google SEO?

Nach über 15 Jahren hat Google vieles dazu gelernt. Früher war SEO auch dort noch sehr trivial und die Suchergebnisse einfach zu beeinflussen. Nach diversen Updates namens Panda, Penguin, Hummingbird und einigen mehr ist Suchmaschinenoptimierung bei Google nicht nur komplexer, sondern auch langwieriger geworden. Ganz anders als bei Amazon: Kaum jemand hatte bisher auf dem Schirm, das man auch beim weltweiten Marktplatz Optimierungen (MPO) durchführen kann, um die Suchergebnislisten zu beinflussen. Eine grundlegende Gemeinsamkeit ist der Faktor Relevanz. Sowohl Google als auch Amazon wollen in ihren Ergebnissen die relevantesten Angebote oben sehen. Hochwertiger und Keyword-optimierter Content ist da sicherlich eine gute Grundlage, allerdings nicht die Einzige, auf die es ankommt. Denn in Sachen SEO gibt es bei Amazon deutliche Unterschiede. Der Marktplatz will vor allem eins: verkaufen und zwar nicht Werbeanzeigen wie Google, sondern Produkte. Neben vielen eigenen Artikel sind es vor allem die vielen Händler, die Amazon zu einem der größten Onlineshops weltweit gemacht haben. Ähnlich wie bei Google auch bekommen die ersten 3-5 Treffer einer Suchanfrage die meisten Klicks. Während Google u.a. auf weiche Faktoren wie Klickraten und Verweildauer achtet, zählt für Amazon eigentlich nur der Sale. Kommt dieser unmittelbar nach einer Suche zustande und ist der Kunde danach mit der Bestellung zufrieden, hat mit aus Sicht von Amazon alles richtig gemacht und die Chancen für ein besseres Ranking steigen. Damit man allerdings ganz oben in den Suchergebnissen mitmischen kann, wollen wir hier einmal erklären, wie Amazon-SEO funktioniert und worauf Onlinehändler achten sollten.

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Amazon-Optimierung – so funktioniert’s:

Amazon SEO Optimierung praktisch erklärt: in diesem Beispiel zeigen wir dir, mit welchen Tools und Methoden du dein Produkt optimieren und deine Rankings innerhalb weniger Stunden deutlich verbessern kannst.

Suchverhalten auf Google vs. Amazon

Wenn man von DER Suchmaschine spricht, denkt man automatisch gleich an Google, oder? Kein Wunder, denn seit 15 Jahren hat sich die Suchmaschine mit den bunten Buchstaben als das Nonplusultra in diesem Markt etabliert – oder doch nicht? Tatsächlich gibt es einen neuen Stern am Suchmaschinenhimmel, welche aktuell 4-5 mal höhere Produktsuchen vorweisen kann als Google. Die Rede ist vom Online-Multi-Händler Amazon. Längst nicht mehr nur eine reiner Marktplatz oder Shopping-Plattform hat sich Amazon zu DER Produktsuchmaschine gemausert, die für viele Onlinehändler nicht nur attraktiver für die Umsatzsteigerung ist, sondern auch noch viel leichter zu optimieren geht als bei den altbekannten Platzhirsch aus Kalifornien. Denn SEO (Search Engine Optimization) funktioniert überall da, wo ein Algorithmus Suchergebnisse nach verschiedenen Faktoren sortiert – also auch bei Amazon. Hier heißt die zugrundeliegende Suchmaschine A9 und ist mit ähnlichen Hebeln ausgestattet wie Google selbst. Nur mit einem entscheidenden Unterschied: das Suchverhalten ist auf Amazon ein grundlegend anderes, als bei Google. Während bei letzterer eher nach Informationen und Problemlösungen gesucht wird, ist die Suchintention bei Amazon sehr klar definiert: Produkte suchen, finden und kaufen. Und daran mangelt es Amazon nun wahrlich nicht: 160 Millionen aktive Produkte gibt es allein auf dem deutschen Marktplatz; 2 Milliarden Sales verzeichnet Amazon weltweit jedes Jahr. Und der Großteil dieser Verkäufe startet mit einer Suche auf Amazon und nicht auf Google.

Amazon Onpage Optimierung

Das kennen wir noch aus aktuellen Grundregeln für die Suchmaschinenoptimierung: Onpage-Optimierung ist die Basis beim SEO und damit auch der Ausgangspunkt bei der Amazon-Optimierung. Hier kommt es vor allem auf die Qualität der dargebotenen Informationen für jedes Produkt an: Passt der Produkttitel? Sind die Bullet Points sinnvoll mit Keywords besetzt? Sind die Bilder hochwertig, detailreich und hochauflösend (mindestens 1.000 x 1.000 Pixel)? Ist die Produktbeschreibung aussagekräftig und spricht potentielle Kunden an? Hier erkennen wir viele Parallelen zu „normale“ Webshops, denn im Grunde genommen ist der Amazon Marketplace nichts anderes – nur in riesiger Dimension. Die Onpage-Optimierung ist also ähnlich wie auf Google der erste Ansatzpunkt beim SEO, den Onlinehändler im Blick haben sollte. Nicht selten kann man mit wenigen Mitteln viel im Ranking erreichen – ein genauer Blick auf die eigenen Produktseiten lohnt sich also.

Amazon Suchergebnisse beeinflussen

Was viele noch nicht wissen: ja, man kann die Suchergebnisse auf Amazon beeinflussen und das geht in vielen Fällen sogar einfacher, als man glaubt. Erste Ranking-Unterschiede sind bereits innerhalb wenigen Minuten nach einer Optimierung sichtbar, während man bei Google bspw. teilweise Monate auf eine Veränderung warten muss. Und eine gute Platzierung in den Suchergebnissen sollte auch für jeden Onlinehändler das oberste Ziel sein. Untersuchungen mittels Heatmap haben gezeigt, dass die ersten 3 Treffer bei einer Produktsuche auf Amazon fast alle Klicks bekommen. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch: einmal an der Spitze des Amazon-Rankings kann dauerhaft für mehr Umsatz stimmen, wenn die Performance des Händlers ebenfalls passt und Käufer das Produkt weiterempfehlen bzw. es nur selten retournieren. Platz 1 in den Amazon-Suchergebnissen will auch berechtigt sein – stimmt die Leistung nicht, ist auch ein gutes Ranking schnell wieder verloren.

Amazon Ranking Faktoren

Jetzt geht es ans Eingemachte. Will man seine Sichtbarkeit auf Amazon verbessern, muss man sich einmal grundlegend mit den Ranking-Faktoren der A9-Suchmaschine befassen, denn im Vergleich zu Google gibt es nicht nur Parallelen, sondern auch bedeutende Unterschiede. Eines muss man dabei immer im Blick haben: Amazon geht es einzig und alleine um das Nutzererlebnis: nur ein zufriedener Kunde kommt wieder und bestellt erneut Artikel auf dem Marktplatz. Damit ein möglichst optimales Nutzererlebnis zu Stande kommt, sind 3 Kriterien ausschlaggebend:

  1. Passt die Information eines Suchergebnisses zu den Suchanfrage?
  2. Ist der Preis inkl. Versandkosten und die Lieferzeit attraktiv?
  3. Wie finden andere Kunden das Produkt (Stichwort Rezensionen)?

Um diese Kriterien zu erfüllen, muss man verschiedene Aspekte beachten. Hier sind die wichtigsten Faktoren, die das Amazon Ranking beeinflussen:

Amazon Onpage-Faktoren

Im direkten Vergleich zu Google gibt es bei der Amazon-Onpage-Optimierung einige wesentliche Unterschiede aber auch viele Gemeinsamkeiten, die Suchmaschinenoptimierer schon seit Jahren kennen. Darauf kommt es an:

Produkttitel

Der Titel ist mit einer der wichtigsten Amazon-Ranking-Faktoren überhaupt, denn allein er entscheidend nicht selten über einen Kauf. Hier kommt es vor allem auf das richtige Zusammenspiel von Keywords, Brand, USPs und Produkteigenschaften und guten Verkaufsargumenten an. Bei der Optimierung des Produkttitels ist vor allem wichtig, die Suchmaschine und den Suchenden gleichermaßen zufrieden zu stellen. Es gilt hier die Regel: nicht mehr als 200 Zeichen zu verwenden. Nicht immer ist es sinnvoll, alle 200 Zeichen voll auszuschöpfen. Hast du nichts mehr zu sagen, dann stopfe deinen Titel nicht mit unnötig vielen Keywords voll – viel hilft nicht immer viel. Zu einsilbig und wortkarg sollte es aber auch nicht sein. Finde eine gute Balance in Sachen Länge, wichtigen Keywords und Verkaufsargumenten. Tipp: der Titel dient in den Amazon-Suchergebnissen auch als Klickfläche. Ein längerer Titel steigert also die Chance auf eine bessere CTR.

Amazon SEO Titel
Amazon SEO schlechter Titel

Bullet Points

Fünf Bullet Points können bei Amazon maximal vergeben werden und man tut gut daran, alle komplett auszuschöpfen, denn der A9-Algoritmus achtet auch hier auf das Keyword-Setting. Hier hat man insgesamt noch mehr Platz als im Produkttitel. Keyword-Wiederholungen steigern nicht die Relevanz und auch eine Aufreihung von Singular und Plural werden dich bei Amazon nicht voranbringen. Wo du deine wichtigen Keywords in den Bullet Points platzierst, spielt für das Ranking keine Rolle – wichtig ist nur, dass du sie unterbringst. Verliere auch hier nicht den Nutzer aus den Augen, denn überfüllte und schlecht lesbare Produkteigenschaften fördern nicht das Kaufverhalten und können die Bounce-Rate deutlich erhöhen – schlecht fürs Ranking. Eine Kombination aus dem Produkttitel und verschiedenen Eigenschaften des Produkts ist hier am sinnvollsten. Farbe, Größe, Gewicht und vor allem auch Vorteile deines Produktes solltest du an dieser Stelle unbedingt hervorheben.

Amazon SEO Bullet Points optimieren
Amazon SEO Bullet Points

Nicht sichtbare Keywords

Man soll es kaum glauben, aber ähnlich wie damals die Meta-Keywords sind die „wichtigen Keywords“ in der Seller Central ausschlaggebend für das Amazon-Ranking. Diese kann der Händler direkt in seinem Account bei den Produkteinstellungen festlegen; für den Kunden sind sie weder auf der Website noch im Quelltext zu sehen. Hier stehen insgesamt 5 Zeilen zu je 50 Zeichen zur Verfügung und auch hier sollte man den Platz vollständig ausnutzen. Statt irrelevanter Keyword-Wiederholungen, sollten man lieber auf clevere Kombinationen mit Bindestrichen setzen, denn diese Stellen für Amazons Suchalgorithmus eine UND-Verknüpfung dar. Gibt man bspw. das Keyword „Tee-Glas“ ein, so ergeben sich daraus drei Kombinationen möglicher Suchanfragen: „Teeglas“, „Tee“ und „Glas“. Alle Keywords sollten nur mit einem Leerzeichen getrennt werden, um den Platz optimal auszunutzen. Hier empfiehlt sich übrigens eine Erfolgskontrolle, ob bestimmte Keywords wirklich ranken und ob sich hier auch Sales erzielen lassen.

Amazon Optimierung Keywords
Amazon SEO Keywords Seller Central

(hochauflösende) Bilder

Nach wie vor eines DER Verkaufsargumente im Onlinehandel: gute, hochauflösende Produktbilder, denn was man Einzelhandel anfassen und erfahren kann, muss man digital mit guten Bilder ausgleichen. Um hier auch auf Amazon gut auszusehen, sollte man Highres-Bilder mit mindestens 1.000 x 1.000 Pixeln hochladen und davon möglichst viele (optimal 6 maximal 8). Größer als 1.500 x 1.500 Pixel müssen die Fotos allerding auch nicht sein, da sie hier automatisch von Amazon verkleinert werden. Ein besonderes Augenmerk liegt vor allem auf dem ersten Bild, denn dies erscheint auch in der Amazon-Suche und entscheidet maßgeblich darüber, ob ein Suchergebnis angeklickt wird oder nicht.

Amazon SEO Bilder
Amazon Optimierung Fotos

Produktbeschreibung

Oft vernachlässigt und doch so wichtig: die Produktbeschreibung ist zwar nicht ganz so wichtig, wie ein gutes Produktfoto, aber auch sie trägt zu einer Kaufentscheidung bei. Auch hier sollten wichtige Keywords noch einmal platziert werden, obwohl diese für das Amazon-Ranking kein großen Einfluss haben. Vielmehr sollte hier das Augenmerk auf emotional verpackte Verkaufsargumente gelegt werden. Nicht ein plumpes Aufzählen von Features oder Produkteigenschaften, sondern Emotionalität, persönliche Ansprache und positiv verpackte Attribute nach AIDA-Prinzip fördern den Verkauf. Eine übersichtliche Struktur mit optimieten Überschriften gehört hier zum Pflichtprogramm.

Amazon SEO Produktbeschreibung
Amazon Produktbeschreibung optimieren

kostenloses Amazon-SEO E-Book

Amazon SEO E-BookTipp: Es gibt eine Vielzahl an Relevanz- und Performance-Faktoren auf Amazon. Die wichtigsten 11 davon haben wir dir in einem kostenlosen Amazon SEO E-Book zusammengefasst und zeigen dir anhand von praktischen Beispielen, wobei du bei einer Optimierung auf Amazon achten musst. Wenn du diese 11 Ranking-Faktoren sauber optimierst, hast in du in jedem Fall eine sehr gute Grundlage geschaffen, um in der Produktsuche deutliche bessere Chancen auf mehr Sichtbarkeit zu haben.

Amazon Performance Faktoren

Wie bereits beschrieben kommt es Amazon auf den Verkauf von Produkte an. Nur dann verdient der Marktplatz auf Provisionsbasis Geld und kann seinen eigenen Umsatz steigern. Eine Onpage-Optimierung allein reicht also nicht aus – es kommt auch auf die Performance der Produkte und des Händlers an. Folgenden Amazon-Performance-Faktoren sind dafür wichtig:

Preis

Ein verkaufswirksamer Preis muss nicht immer der billigste sein und längst ist Amazon nicht mehr der günstigste Händler im direkten Vergleich mit anderen Onlineshops. Ein Blick in Vergleichsportal wie idealo.de, billiger.de oder Google-Shopping offenbart, dass Amazon nicht selten sogar am oberen Ende der Preisskala rangiert. Allerdings steht man in direkter Preiskonkurrenz auf dem Marktplatz selbst. Hier sollte man sich als Händler möglichst gut (günstiger) positionieren.

Lieferbarkeit

Was war noch einmal die wichtigste Grundregel der Amazon-Optimierung? Genau: das Nutzererlebnis. Im Onlinehandel spielt vor allem die Lieferzeit eine wichtige Rolle, denn im Einzelhandel kann ich meine Waren sofort mitnehmen – online muss ich warten und dies sollte so kurz wie möglich sein. Daher zählen auch eine gute Verfügbarkeit und eine schnelle Lieferung der Artikel zu einem wichtigen Performance-Faktor auf Amazon.

Versandkosten

Verschiedenen Studien haben belegt, dass ein Weglassen der Versandkosten zu mehr Verkäufen zählt, selbst wenn der absolute Preis bei einer Bestellung für den Kunden nicht zwangsläufig günstiger ist. Der Käufer hat immer das Gefühl, etwas sparen zu können und darauf springen die meisten an. Günstige oder keine Versandkosten sind daher auch bei Amazon wichtig und beeinflussen das Ranking.

Händler Performance

Und schon wieder geht es um das Nutzererlebnis. Nur ein Händler, der auf Amazon den Kunden zufriedenstellt, wird auch in den Genuss von guten Rankings kommen. Dazu zählt unter anderem auch die Reaktionszeit von Anfragen und Nachrichten von Käufern. Hier muss man als Amazon-Händler unbedingt schnell und zielorientiert antworten. Nur wer Amazon-konform arbeitet und die Kunden aus Sicht des Marktplatzes zufriedenstellt, darf auch auf mehr Sichtbarkeit hoffen. Einmal in Ungnade gefallen, kann es schnell das Aus des Seller-Accounts bedeuten.

Verkaufsrang / Kategorisierung

In Sachen Performance-Faktoren ist der Verkaufsrang mit das wichtigste Kriterium. Dazu zählt aber auch, das richtige Einordnen des Produkts in eine passende Kategorie, die durch sogenannte Nodes (eindeutige Amazon-Codes) gruppiert werden. Sollte ein Produkt in einer bestimmten Kategorie sehr oft verkauft werden, kann es zum Bestseller avancieren und bekommt dann nicht nur das kleine Bestseller-Icon, sondern ist eben bei der Produktsuche auch sehr wahrscheinlich immer sehr weit oben in den Suchergebnissen. Weiterer Vorteil: Kunden kaufen gern das, was andere Kunden auch bestellen. Insofern ist ein Bestseller schon fast ein Garant für viele Sales.

FBA / Amazon Prime

Ein wahrer Booster für mehr Verkäufe: sobald das kleine Prime-Logo neben einem Produkt bei Amazon angezeigt wird, suggeriert dies dem Kunden, dass er hier seine Waren noch schneller und zuverlässiger erhält. Tatsächlich werden die meisten Artikel auch ohne Prime schon ähnlich oder genauso schnell geliefert, aber für die Conversion ist das FBA (Fulfilment by Amazon) ein riesen Ranking-Vorteil. Amazon verdient hier eben noch mehr pro Sale und ist natürlich auch gewillt, diese Artikel bevorzugt in der Suche zu behandeln. Aber nicht für jeden Händler lohnt sich der Versand durch Amazon – nur wer mit großen Margen arbeitet, kann sich den deutlich teureren Service leisten.

Produktbewertungen

Bei Amazon sind die Produktrezensionen mehr als nur user-generated Content – sie können einer der Hauptverkaufsargumente sein. Der Konjunktiv deswegen, weil nicht jede Bewertung automatisch auch nützlich ist. Erst dann, wenn eine Rezension auf Amazon auch von anderen Käufern als hilfreich empfunden wird, kann sie den Absatz von Produkte enorm fördern. Ob die Rezension verifiziert ist, sprich durch einen direkten Kauf auf Amazon zu standen gekommen ist, spielt dabei keine übergeordnete Rolle. Man sollte sich als Amazon-Verkäufer nur die Frage stellen: Hilft diese Rezension weiter, bzw. bietet sie einen echten Mehrwert für andere Kunden? Lautet hierauf die Antwort „ja“, dann ist eine solche Produktbewertung sehr förderlich. Natürlich spielt für das Amazon-Ranking aber auch die Anzahl, die Aktualität und die durchschnittliche Gesamtbewertung eine Rolle. Auch für den Nutzer sind die kleinen gelben Bewertungssterne ein guter Anreiz, um aus dem Produktlisting nach einer Suche ein bestimmtes Ergebnisse anzuklicken und genau wie Google bezieht auch Amazon die Click Through Rate (kurz CTR) in das Ranking mit ein.

Händlerbewertungen

Nicht jeder Onlinehändler verkauft auf Amazon unique Produkte, z.B. weil er sie selbst herstellen lässt oder als Vendor aktiv ist. Es gibt viele Seller, die zusammen mit teilweise 20, 30, 40 oder noch mehr Händlern das gleiche Produkt anbieten. Hier lautet das oberste Ziel: man muss es in die BuyBox schaffen, sprich aus der „neu ab…“ Liste über den Bullet Points direkt als aktiver Verkäufer angezeigt werden. Neben dem Produktpreis (inklusive Versandkosten) spielt auch die Händlerbewertung eine wichtige Rolle. Hier geben Kunden eine Bewertung über die Leistung des jeweiligen Sellers direkt ab, also z.B. wie gut die Kommunikation war, das Verhalten bei Retouren oder Fragen und wie schnell die Waren verschickt wurden. Nur Amazon-Händler, die von Kunden gut bewertet werden, haben eine Chance in die BuyBox zu kommen. Daher sollte sich jeder Seller stehts um ein positives Feedback seiner Käufer bemühen – der wirtschaftliche Erfolg hängt davon ab. Anders als bei den Rezensionen für Produkte darf eine Händlerbewertung tatsächlich nur nach einer echten Bestellung abgegeben werden. Wer hier künstliche Bewertungen sammelt, riskiert die Löschung des Amazon-Seller-Accounts.

Retourenquote

Amazon verdient nur dann Geld, wenn ein Kauf auf dem Marktplatz erfolgreich war. Bei einer Retoure durch den Kunden wird der Kaufpreis zurückerstattet und Amazon kann entsprechend keine Provision verbuchen – schlecht für die eigenen Bilanz. Daher bevorzugt Amazon Händler und Produkte im Ranking, die eine besonders niedrige Retourenquote haben. Auch hier spielt das Nutzererlebnis wiederum eine wichtige Rolle. Käufer, die häufig Waren retournieren, sind offenbar unzufrieden. Hier sinkt das Chance, dass der Käufer ein zweites oder drittes Mal bei Amazon einkauft und genau das liegt so ganz und gar nicht im Sinne des E-Commerce-Riesen. Als Händler sollte man sich also darüber bewusst sein, dass jede Retoure Gift für das Ranking ist. Im Onlinehandel ist das zwar nie vermeidbar, allerdings sollte man ein wachsames Auge auf Produkte werfen, die häufig von Kunden zurückgeschickt werden.

Indirekte Ranking-Faktoren

Als Marktplatz ist Amazon natürlich auch das Nutzerverhalten auf seiner Plattform selbst wichtig. Die sogenannte Customer Journey ist schließlich ausschlaggebend, ob ein Nutzer auf Amazon eine Ware bestellt oder nicht. Daher zählen auch einige „indirekte“ Faktoren mit das Ranking ein. Folgende sind die wichtigsten:

Die BuyBox Problematik bei Amazon

Nicht jeder Amazon-Seller ist in der luxuriösen Situation, Produkte anzubieten, die außer im keiner verkauft. Enorm viele Händler bieten zusammen mit eine zahlreichen Konkurrenz die gleichen Artikel an befinden sich in einem ständigen Preiskampf. Das Problem: je nach Produktkategorie verlangt Amazon bis zu 20% Provision je verkauften Artikel. Dies übersteigt manchmal sogar die durch den Preiskampf geschröpfte Marge, bzw. lässt vielleicht noch einen Ertrag im niedrigen, einstelligen Prozentbereich zu. Da allerdings der Preis einer der wichtigsten Faktoren ist, um die BuyBox für sich zu gewinnen, befinden sich viele Händler bei Amazon eben in der sogenannten Preisfalle: sie müssten billiger anbieten, um in die BuyBox zu gelangen, können dies aber nicht tun, wenn sie nicht wenigstens einen kleinen Gewinn mitnehmen können. Um erst gar nicht in diese BuyBox-Problematik zu gelangen und wirklich auf Amazon erfolgreiche Produkte verkaufen zu können, lohnen sich am ehesten eigene Artikel, bzw. das Handel als Vendor, wodurch man in den Genuss von Premium-Vermarktungs-Möglichkeiten kommt und Amazon Prime aktiviert wird.

Rezensionen auf Amazon sind wie Backlinks bei Google

Beim SEO redet man immer von zwei wesentlichen Komponenten: Onpage Optimierung und Offpage-Optimierung. Onpage ist beim Amazon-SEO und bei der Google Optimierung relativ ähnlich. Nach verschiedenen Metriken werden Inhalte aufgewertet: mehr oder relevantere Keywords, die semantische Suche spielt eine Rolle, hochwertiger und gut lesbarer Text ist wichtig, optimierte Bilder und Videos sollten vorhanden werden und so weiter. Im Bereich Offpage-SEO redet man bei Google im Prinzip nur von Backlinks, die auf die eigene Website verweisen und damit das Ranking beeinflussen können. Backlinks bei Amazon gibt es nicht – dafür aber die Rezensionen, die keine mindere Wirkung auf die Positionierung in den Suchergebnissen haben. Zwar funktionieren Bewertungen auf Amazon und Backlinks bei Google grundlegend anders, jedoch gibt es einige interessante Gemeinsamkeiten:

  • Nicht die Quantität allein, sondern die Qualität entscheidet.
  • Weder Backlinks noch Rezensionen habe ich wirklich selbst in der Hand, da sie von „außen“ erzeugt werden.
  • Nur relevante Bewertungen und Backlinks haben einem wirklich nachhaltigen und sicheren Einfluss auf mein Suchmaschinen-Ranking.
  • Ein künstliches und nicht-konformes Erzeugen von Links und Rezensionen kann zu einer Penalty und dem Totalverlust der Sichtbarkeit in den Suchergebnissen führen.

Eben auf Grund dieser ähnlichen Voraussetzungen und Nebenwirkung, könnte man beim Amazon-SEO hinsichtlich Produktbewertungen wirklich schon von Offpage-Optimierung sprechen, ob wohl die Rezensionen selbst natürlich Onpage auf der jeweiligen Produktseiten angezeigt werden. Ähnlich wie beim Linkbuilding auch kann man nur davor warnen, übermäßige viele und irrelevante Bewertungen aufzubauen. Spielt man nicht nach den klaren Regeln von Amazon, kann dies nicht nur zu einer Penalty, sprich einem Herabsetzen der Rankings führen, sondern sogar zur Löschung des Händler-Accounts. Einmal bei Amazon rausgeflogen kann einem wirtschaftlichen Totalschaden für viele Onlinehändler gleichkommen und der Weg zurück in den Marktplatz ist entweder nur sehr umständlich bis gar nicht möglich. Unser Rat daher: spiele fair und vor allem 100% Amazon-konform und riskiere auf keinen Fall deinen Seller-Account. Auf Lücken zu optimieren hat auch bei Google nicht auf Dauer funktioniert und dies wird es auch Amazon nicht.

Amazon-SEO in Perfektion-Fallbeispiel Kavaj

Theoretisch funktioniert fast alles – interessant wird es erst dann, wenn man Amazon-SEO mit einer Success-Story belegen kann. Es gibt schon viele Praxisbeispiele, mit denen man die Amazon-Ranking-Optimierung belegen kann, aber kein Fallbeispiel ist so eindrucksvoll, wie das der Kavaj GmbH. Dahinter stecken zwei ehemalige Amazon-Mitarbeiter, die mit eine der ersten Onlinehändler waren, die professionell Handyhüllen auf Amazon verkauft haben. 2011 gegründet schafften es Jörg Kundrath und Kai Klement mit dem Verkauf von Handy- und Tablethüllen in weniger als 3 Jahren auf einen stattlichen Umsatz von 3,6 Millionen Euro. Geschafft haben es die beiden vorrangig durch eine clevere Marketing-Strategie und eine perfekte Amazon-Optimierung. Von Google Adwords, einer eigenen Affiliate-Website, Facebook-Marketing bis hin zu einer gezielten SEO-Strategie auf Amazon selbst: Kavaj macht es vor, wie es andere Onlinehändler auch machen sollten. Hier einmal die wichtigsten Erfolgsfaktoren von Kavaj:

Eigene Marke aufbauen

Bei Amazon sind die Händler am erfolgreichsten, die nicht Drittprodukte verkaufen, sondern am besten unter einem eigenem Label, bzw. einer eigenen Brand Waren anbieten. Hier hat man viel bessere Margen und keine BuyBox-Problematik, sprich auch keine Preisfalle. Kavaj lässt all seine Produkte selbst herstellen und macht auch hier alles richtig.

Amazon-Keyword-Optimierung in Perfektion

Schaut man sich einmal die Amazon-Produkte von Kavaj an, dann fällt auf, dass der Produkttitel, die Bullet Points und die Produktbeschreibung nicht nur auf ein Keyword, sondern auch semantische Suchanfragen optimiert sind. Neben Worten wie „Hülle“, „Case“ und „Ledertasche“ wird immer auch „iPad“ oder „passgenau“, „Zubehör“ und „Original“ erwähnt – eben alle Keywords, nach denen potentielle Kunden auf Amazon suchen könnten.

Perfekte Produktbilder

Alle hochgeladenen Bilder von Kavaj sind nicht nur hochauflösend und damit für die Zoom-Funktion bei Amazon freigeschaltet. Die Fotos sind professionell erstellt, sauber freigestellt und zeigen nicht nur das Produkt selbst, sondern eben auch den Einsatzzweck, sprich das Smartphone oder Tablet direkt in der jeweiligen Hülle. So kann ich mir als Kunde genau vorstellen, wie sich das Produkt „anfühlt“. Besser geht es nicht.

Hilfreiche Kundenrezensionen

Unser Beispiel Produkt ist seit März 2012 im Angebot von Amazon und weißt schon über 2.200 Bewertungen auf. Rechnet man das einmal runter, so bekommt nur dieses Produkt im Schnitt 2 neue Bewertungen pro Tag und dies mit einer durchschnittlichen Gesamtbewertung von 4,3 Sternen.

Affiliate Website aufbauen

Über das Design kann man sich streiten, aber technischen gesehen hat auch hier Kavaj alles richtig gemacht. Der Amazon-Content wurde nicht einfach nur kopiert (Duplicate Content), sondern für die Website umgeschrieben. Mittels Tracking-Link werden dann auch noch Affiliate Provisionen auf Amazon abgegriffen und der Google Traffic direkt umgeleitet. Das steigert nicht nur den Verkaufsrang, sondern man verdient gleich doppelt.

Social Media Marketing

Auch die sozialen Kanäle kann man für die Amazon-Optimierung nutzen. Kavaj ist auf Facebook, Twitter, YouTube, Pinterest und Instagram aktiv. Für unser Beispielprodukt wurden ebenfalls ein eigenes „How-To“ Video gedreht, welches auf YouTube immerhin schon über 50.000 Views erzielte. Und von überall wird der Traffic auf Amazon geleitet.

Fazit: Amazon SEO funktioniert

Onlinehändler wie Kavaj machen es vor: mit einer perfekten Amazon-Optimierung und einem cleveren Online-Marketing kannst du die Sichtbarkeit deiner Produkte auf Amazon deutlich steigern und damit auch deutlich mehr verkaufen. Und wir reden hier nicht von kleineren Verbesserung um einstelligen Prozentbereich. Einige Händler haben durch Amazon-SEO ihren Umsatz innerhalb von wenigen Monaten verfünffacht! Das wird sicherlich nicht überall funktionier, Fakt aber ist, dass sich eine Optimierung der Produkte bei fast jedem Händler lohnt. Man braucht dafür im Prinzip nur 5 wesentliche Dinge:

  • Kreativität und kundenorientiertes Denken.
  • Eine professionelle und umfassende Keyword-Recherche
  • Viele hilfreiche Kundenrezensionen
  • Ein Erfolgs-Tracking und Monitoring mit einem Amazon-Tool
  • Das wichtigste: einen großen Geldbeutel ;-)

Häufige Fragen zum Thema Amazon Optimierung

Abschließend noch einige Fragen, die häufig in Zusammenhang mit dem Amazon-Optimierung und Marketplace Optimization (MPO) gestellt werden. Viele weitere Informationen findest du auch in unserem kostenlosen Amazon E-Book und unserem umfangreichen Amazon Videokurs.

Weil es jetzt noch sehr einfach ist, bzw. weil noch sehr viele Produktseiten bei Amazon alles andere als gut optimiert sind. Mit gezielten und professionellen SEO-Maßnahmen kann man seine Produkt innerhalb von wenigen Tagen (manchmal sogar wenigen Stunden) enorm in den Suchergebnissen nach oben pushen. Amazon-SEO ist ein bisschen wie Google-SEO vor 7-8 Jahren: anfangs geht es einfach(er) und mit den Jahren sind sprunghafte Ranking-Veränderung nur selten bis gar nicht mehr möglich.
Einfache Antwort: sehr wichtig! Bewertungen sind ein wichtiges Nutzersignal und können wertvolle Informationen für andere Kunden enthalten. Menschen kaufen gern das, was andere auch kaufen – und das gilt insbesondere für Amazon. Mit einer der Hauptsächlichen Gründe für den Erfolg des Marktplatzes sind die Rezensionen. Allerdings ist Bewertung nicht gleich Bewertung. Nur solche, die auch von anderen Nutzern als hilfreich markiert wurden, bringen dich im Ranking voran.
Es kommt darauf an. Google Adwords sind in vielen Bereichen mittlerweile ein verdammt teurer Spaß geworden. Allerdings im Midtail und Longtail Bereich sind die Klickpreise (CPC = Cost per Click) noch moderat. Mit einer guten Keyword-Recherche und einer ausreichend Nischengröße kann sich durchaus eine gezielte SEA-Kampagne lohnen. Aber auch hier gilt der Grundsatz: testen, testen und nochmals testen! Mit Adwords kann man auch schnell viel Geld „verbrennen“.
Klare Antwort: nein, bzw. nicht direkt. Für das interne Amazon-Ranking, also die Positionierung im Produktlisting, sind externe Backlinks von anderen Websites außerhalb des Marktplatzes irrelevant. ABER: wird eine bestimmte Amazon-Produktseite häufig verlinkt, steigt diese natürlich im Google-Ranking. Dies wiederum kann dazu führen, das mehr Nutzer auch aus Google auf die Amazon-Seite gelangen, wodurch die Chance auf mehr Verkäufe ebenfalls nach oben schnellt. Und mehr erfolgreiche Verkäufe auf Amazon lassen den Sellerrank steigen und damit auch das Ranking pushen.
Ja, auf jeden Fall. Zwar sind diese noch nicht so automatisiert und zahlreiche wie bei Google, allerdings finden Abstrafungen auf Amazon auch nachgewiesenermaßen schon statt. Eine überoptimierte Produktseite (z.B. durch Keyword-Stuffing) hat noch keine negativen Auswirkungen. Fake-Bewertungen oder Tricksereien mit sogenannten „Amazon-Super-URLs“ können allerdings schon zu einer Penalty führen. Treibt man es zu bunt, kann Amazon auch kurzerhand den Händler-Account ganz dicht machen – der Super-GAU für jeden Marktplatz-Händler.
Im Prinzip ist die Marktplatz-Optimierung (oder auch englisch „Marketplace-Optimization“) vergleichbar mit dem klassischen SEO, also Search Engine Optimization, da man auch hier auf die Bedingungen und Algorithmen optimiert, welche von der Plattform vorgegeben werden. Im Fall vom Amazon Marketplace haben wir dabei natürlich als zentrales Element die Suchmaschine selbst, aber eben auch die Rahmenbedingungen des Marktplatzes, die es so bei Google beispielsweise nicht gibt. In dem sind es vor allem die Performance-Faktoren (wie z.B. Conversion Rate oder Retouren-Quote), welche das Ranking maßgeblich beeinflussen und die man als Händler direkt und indirekt optimieren kann. Dazu kommen natürlich noch die Relevanz-Faktoren (wie z.B. die Optimierung des Produkttitels oder der allgemeinen Schlüsselwörter), die bei der MPO (Marketplace Optimization) eine wichtige Rolle spielen.
Amazon geht es vor allem darum, einen möglichst hohen Umsatz zu erzielen und das geht natürlich nur mit Produkten, die sich gut verkaufen lassen. Daher kann man schon sagen, das der Bestseller Rang (kurz „BSR“) der wichtigste Ranking-Faktor ist. Desto besser dieser Wert (wird für die Haupt- und mindestens eine Unterkategorie angezeigt), desto besser wird auch das Produkt in den Suchergebnissen angezeigt. Natürlich gibt es wiederum eine Menge Ranking-Faktoren, die ihrerseits den BSR oder auch Verkaufsrang beeinflussen. Hier zählt vor allem die Clickrate aus den Suchergebnissen und die darauffolgende Conversion-Rate.

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Mehr Infos zum Thema Amazon SEO Optimierung auch in unserem Blog

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